Titel für Wenar van den Bosdries und Klosterhofs Jade Baroness
In zwei Abteilungen wurde in diesem Jahr das Bundesweite Championat des Freizeitpferdes/-ponys ausgetragen, und in beiden hattenFjordpferde die Nase vorn. Der sechsjährige Wenarvan den Bosdries siegte in der ersten Abteilung; in der zweiten Abteilung siegte Klosterhofs Jade Baroness, eine Tochter des Vorjahressiegers SolfinSkovå.
Jade Baroness
Seit 2013 gibt es das Bundesweite Championat des Freizeitpferdes/-ponys, das sich seither in seiner Ausrichtung immer weiterentwickelt hat. Der ursprünglich als Alternative zu den Bundeschampionaten angedachte Vergleich für junge „Allrounder“ aus deutscher Zucht öffnete sich für Pferde aller Rassen und jeden Alters. 2020 wechselte der Austragungsort von Verden nach Hannover. Auch dort wird den Teilnehmer die Plattform geboten, die Einsatzbreite und das Interieur ihrer Pferde und Ponys in verschiedenen Teilwettbewerben – einer Rittigkeits- und einer Gehorsamsaufgabe, einem Fremdreitertest, einer Überprüfung der Grundgangarten sowie einem Gruppengeländeritt – unter Beweis zu stellen. Diese Möglichkeit machen sich die Rassen Fjordpferd, Welsh Pony, Tinker, American Curly Horse und Leonharderzunutze. Sie erkennen das Ergebnis der Stuten und Hengste als Leistungsprüfung an; bei den Rassen Connemara Pony und New Forest Pony wird das Freizeitpferdechampionat bei Erreichen einer Mindestgesamtpunktzahl als Zuchtstutenprüfunganerkannt. Dieser Charakter der Veranstaltung wurde seit der inhaltlichen und organisatorischen Übernahme durch die Arbeitsgemeinschaft der Pony- und Kleinpferdezüchter 2024 weiter verstärkt.
In der Abteilung eins für vier- bis siebenjährige Pferde und Ponys mit Zuchtbescheinigung und/oder Zuchtbucheintragung eines Mitgliedzuchtverbandes von Pferdesport Deutschland gaben die hier schon immer stark auftretenden Fjordpferde den Ton an und machten die Plätze eins bis vier unter sich aus. Als Champion setzte sich der sechsjährige Hengst Wenar van den Bosdries aus der Zucht von Jan Hestegaarden und dem Besitz von Hans Giesen an die Spitze. Der im Rheinland gekörte Graufalbe von Rudsmo Rune – LyckängsTempo wurde in Hannover von Jana Schmitz vorgestellt und von Fremdreiterin Jolan Lübbecke mit einer glatten10 belohnt. Gesamtpunktzahl: 91,0. Zwei weitere Male gab es die 10 in der Gehorsamsaufgabe und für dasVerhalten in der Gruppe – ebenso für die zweitplatzierte Faizah (v. Kosmosens Pinocchio – Solbjor Borken). Die fünfjährige Stute sicherte sich mit ihrer Reiterin Sarah Schmidt darüber hinaus die höchste Rittigkeitsnote des Starterfeldes: eine 8,8. Ihr Gesamtergebnis: 87,3. Die Bronzemedaille ging mit einem Endstand von 83,5 an den von Daniela Langer gezogenen fünfjährigen Hengst Haldor (v. Hisco – Kelvin), vorgestellt von Denise Kornführer, die auch Besitzerin ist. Mit nur drei Zehntelnweniger landete der ebenfalls fünfjährige Ioran (v. Inderk; M. v. Orion Halsnaes; Züchterin: Nicola Pokrantz-Berger) auf Platz vier. Auch er wurde von seiner Besitzerin Lea Beeke Krey selbst vorgestellt.
Zur Siegerin der offenen zweiten Abteilung krönte sich die mit einem Top-Schritt (9,0) ausgestattete zehnjährige Fjordstute Klosterhofs Jade Baroness, die auch in puncto Rittigkeit (9,0), Gehorsam (10,0) und Verhalten in der Gruppe (10,0) glänzte. 85,5 Punkte insgesamt gab es für sie und ihre Reiterin Lieke Göttsche. Gezogen wurde die Tochter des Vorjahres-Freizeitpferdechampions und Siegers der Bundeshengstschau 2017, Solfin Skovå, von Inka Störmann-Thies aus einer Mutter von Roni Baron. Besitzerin der Stute ist Nicole Göttsche. Auf den Plätzen zwei und drei konnten sich in dieser Abteilung zwei Deutsche Reitponys einordnen. Silber ging mit 84,3 Punkten an den in Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitsprüfungen platzierten elfjährigen Paradiso, der auch im Gehorsamsparcours und in der Gruppe eine gute Figur abgab, und seine Reiterin und Besitzerin Catrin Wendel. Gezogen wurde der Palomino-Wallach von Kelts Pague – Natango von Benjamin Boos. Gleich zwei Pferde beendeten das Championat mit 84,0 Punkten: der neunjährige Fjordpferdewallach Candy Man, vorgestellt von Alina Dohrn, sowie die DeutscheReitponystute Pintados Sweet Honey. Gezogen wurde die Perlino-Stute (v. GP Montedo Hoejgård) von Janina Rohde aus einer Mutter von Magic Memphis.
Wie bereits im vergangenen Jahr wurde auch in diesem Jahr ein Sonderpreis an das beste Schulpferd im Starterfeld vergeben. Dieser Preis ging an Linda Röhling mit Summer Night. Analog zum Bundeschampionat der Reitpferde wurde in diesem Jahr erstmalig in beiden Abteilungen ein Tierschutzpreis für besonders pferdegerechtes Reiten und Umgang mit dem Pferd auf dem Abreiteplatz und in den Prüfungen vergeben. Aus den Händen von Herrn Jürgen Kolodinski, dem 1. Vorsitzenden des Verbandes der Pony- und Kleinpferdezüchter Hannover e.V. freuten sich aus der 1. Abteilung Sarah Schmidt mit Faizah und in der 2. Abteilung Marlin Thies mit Klosterhofs Strale über die Auszeichnung.
AGP/ U. Helkenberg
